VMQ (blauer Rahmen) verbessert die Vulkanisationsrate, den Druckverformungsrest, die Elastizität und die Ölbeständigkeit. Diese Elastomere haben eine exzellente Kälteflexibilität (beständig gegen Temperaturen von bis zu -50 °C) sowie eine hohe Wärmebeständigkeit (bis zu 200 °C, mit speziellen Mischungen kurzzeitig sogar bis zu 300 °C).
Sie bieten hohe Widerstandsfähigkeit gegen Alterung und Angriffe durch Sauerstoff, Ozon und Sonnenlicht. Sie bieten außerdem hervorragende dielektrische und antiadhäsive Eigenschaften sowie eine geringe Toxizität und können somit bei vielen Anwendungsfällen im Bereich Lebensmittel und medizinische Anwendungen eingesetzt werden, da sie weder Geruch noch Geschmack abgeben. Im Allgemeinen haben sie, verglichen mit herkömmlichem Gummi, eine geringe Zug-(<15 MPa) und Reißfestigkeit.
Die Beständigkeit gegen Mineralöle (je nach Qualität) und Kraftstoffe ist mäßig, sie weisen aber eine gute Beständigkeit gegen tierische und pflanzliche Fette und Öle, Bremsflüssigkeit und Motoröle auf. Die meist geschätzte Eigenschaft dieses Polymers ist sein sehr umfangreicher Betriebstemperaturbereich. Silikone weisen eine hohe Gasdurchlässigkeit auf.
FVMQ haben, wie der Name bereits vermuten lässt, eine ähnliche Polymerstruktur wie VMQ, jedoch gibt es eine zusätzliche Trifluorpropyl-Substituentengruppe an der Polymerkette (gelber Rahmen). Dieser zusätzliche Substituent verleiht dem Endprodukt eine hervorragende Beständigkeit gegen eine Vielzahl von Kraftstoffen (aliphatische und aromatische), Lösungsmittel (Benzol, Toluol, …), Öle (tierische, pflanzliche, mineralische, Silikon, …) und Chemikalien, die VMQ und die meisten anderen Polymere stark abbauen würden.
Die mechanischen und physikalischen Eigenschaften ähneln jenen von VMQ sehr. Allerdings bieten FVMQ im Vergleich zu VMQ einen niedrigen Heißluftwiderstand. Verglichen mit Fluorkohlenstoffkautschuk bieten Fluorsilikone einen viel umfassenderen Betriebstemperaturbereich, da sie beständig sind gegen Temperaturen von -70 °C bis zu 175 °C. In manchen Fällen ist der Hochtemperaturbereich in Flüssigkeiten jedoch begrenzt, da die Flüssigkeit unter Umständen zersetzt wird und sich schädliche Säuren bilden.
FVMQ wird beispielsweise verwendet in: